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„Gefährliche Fructose“


Risiko für Gicht, metabolisches Syndrom und Fettleber
Auszug aus „Deutsche Apothekerzeitung“ Nr.25 2013


corn syrupEin übermäßiger Fructosekonsum kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen führen, dies trifft üblicherweise nicht auf den über natürliche Art zugeführten Fruchtzucker zu, sondern auf den verbreiteten Einsatz von Süßung durch Fructose über Lebensmittel, wie Getränke und sogenannte „Light“-Produkte. Verwendet wird ein durch enzymatische Umwandlung aus Maisstärke hergestellter „high fructose corn syrup“ (HFCS) mit Fructoseanteilen von 42 bis 90%.

Die Gründe für dessen weiterverbreitete Verwendung sind

  • Die 1,7 fache Süßkraft der Saccharose
  • Die kostengünstige Herstellung im großtechnologischen Maßstab
  • der psychologische Effekt (positive Assoziationen auf Grund der Verbreitung in Obst und Früchten)
  • Der niedrige gylkämische Index von nur 22 im Gegensatz zu 100 beim Traubenzucker (Glucose)

Dies und die zunehmende Verwendung in „light“-Produkten führte in den letzten Jahrzehnten zu einem drastischen Anstieg des durchschnittlichen Verbrauchs um das nahezu 120 fache im Vergleich zu den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. So nehmen US-Erwachsene gut 12% ihres Kalorienbedarfs in Form von Fructose auf, bei Jugendlichen sind es sogar mehr als 25%.


Die Konsequenzen

  • Unkontrollierter Nahrungsmittelkonsum

Eine normale Nahrungsaufnahme führt durch den Anstieg des Insulin- und Leptinspiegels zu einer Unterdrückung des appetitanregenden Hormons Gherlin, damit wird ein Sättigungsgefühl erzeugt. Dieser Regulationsmechanismus ist bei der Fructose nicht vorhanden und führt deshalb bei unbeherrschten Personen zu unkontrolliertem Konsum von Süßigkeiten.

  • Metabolisches Syndrom

Fruktose wird nach der Aufnahme im Dünndarm in der Leber unter ATP-Verbrauch phosphoriliert, was, da es keinen Regulationsmechanismus gibt, zu einem unkontrollierten Phosphatverbrauch führt. Nach weiterem Abbau von AMP und IMP wird der Abbau von Purinen eingeleitet, was wiederum zu einem Anstieg der Harnsäurekonzentration führt. 

Fruktose ist der einzige Zucker, dessen Metabolismus einen Anstieg des Harnsäurespiegels zur Folge hat. Neben der Gichtproblematik, kommt es bei erhöhten Harnsäurewerten zu einem Abfall der Stickstoffmonoxid(NO)Produktion und so zu einer verminderten Fähigkeit der Gefäße zur Gefäßerweiterung, was wiederum zu einer verminderten Insulinwirksamkeit führt, die an eine gute Muskeldurchblutung gekoppelt ist. Es entwickelt sich eine Hyperinsulinämie, ein wichtiges Symptom des metabolischen Syndroms. Durch die verminderte Fähigkeit zur Gefäßerweiterung kommt es weiters zu einem Blutdruckanstieg. Die beiden weiteren typischen Symptome, Fettleibigkeit und Dyslipidämie entwickeln sich auf Basis der Hyperinsulinämie über Stimulation der Trigyceridsynthese.

  • Nichtalkoholische Fettlebererkrankung

Eine wichtige Ursache ist die schon oben angesprochene fructose-induzierte Steigerung der Triglyceridsynthese. Im Gegensatz zur Glucose kann Fruchtzucker nicht gespeichert werden und wird größtenteils in Fett umgewandelt. Fructose hat im Gegensatz zur Glucose einen um das 15-fache höheren Einfluß auf die De-novo-Lipogenese und kann deshalb zu einer Hyperlipidämie führen. Im Tierversuch kann diese Leberverfettung bereits nach 5-wöchiger fructosereicher Diät beobachtet werden.


 Schlußfolgerung

Ein Überkonsum von Fruchtzucker kommt NICHT durch Verzehr von frischem Obst zustande, sondern ist bedingt durch den häufigen Genuss von entsprechend gesüßten Lebensmitteln. Folgen sind Gicht, Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und nichtalkoholbedingter Fettlebererkrankung. Also nicht alles was als Diabetiker- „light“ oder Diätprodukt mit diesem Zuckeraustauschstoff gesüßt wird kann die in das Produkt gesetzten Erwartungen erfüllen.


Übrigens wir verarbeiten keinen Fruchtzucker